PERSÖNLICHE GEDANKEN ZUR AKTUELLEN SITUATION

 

 Wir sind bereits im zweiten Coronajahr und noch immer beherrscht das Thema die Traktandenliste von Politik, Medien und Gesell-schaft. Noch immer gibt es Verschwörungstheorien und erhitzte Diskussionen über Sinn und Unsinn von Massnahmen. Corona zieht nahezu alle Aufmerksamkeit auf sich. Die Krise ist omnipräsent. Der Fokus ist nur auf dieses Thema gerichtet. Unentwegt steht Dringendes vor Wichtigem. Das hat Folgen: Ängste und Verunsicherung nehmen zu, Scharlatane haben Hochkonjunktur und eine gewisse Unachtsamkeit gegenüber andern wichtigen Themen stellt sich ein. 

 

Was wären denn wichtige Themen? Natürlich gibt es tausende von Antworten. Für jeden und jede ist es etwas anderes. Für mich gehören folgende Punkte dazu:

  1. Eine Krisenanalyse.
    Was wollen uns diese Viren sagen, auf was will uns diese Krise hinweisen? Welche Erkenntnisse, Lehren und Schlüsse ziehen wir daraus? Welche Werte sind uns wichtig? Was hat sich bewährt, was nicht? Was werden wir langfristig und nachhaltig ändern, wenn wir aus der Krise kommen?  Für eine abschliessende Beurteilung ist es noch zu früh. Aber mindestens eine erste Zwischenbeurteilung wäre angezeigt.

  2. Nachhaltigkeit als Programm.
    Nachdem der Kapitalismus, der Kommunismus, die Globalisierung und andere Konzepte und Programme kläglich gescheitert sind, versuchen wir es jetzt auch noch mit der Digitalisierung. Viele finden das Thema geil, viele unterschätzen es und viele lassen die Dinge verängstigt, frustriert und ohnmächtig oder gleichgültig geschehen. Falsch, wie ich meine. Auch die Digitalisierung wird letztlich scheitern - sie muss scheitern. Warum? Weil die Richtung diametral falsch ist! Weil sie sich gegen die Menschen und die Natur richtet. Verliererin wird die Gesellschaft sein, allen voran die Armen und die untere Mittelschicht. Was aber wäre die richtige Richtung? Auch dazu gibt es tausende von Ansichten. Ich meinte, nachhaltig müsste die Entwicklung sein. Nachhaltigkeit ist ein Dreibein und heisst wirtschafts-, umwelt- und sozialverträglich. Aber haben wir das nicht schon in unserer Staatsver-fassung? Doch, klar! Aber erstens ist Papier bekanntlich geduldig und zweitens gibt es nichts wirklich Neues unter der Sonne.  Wenn die Linken, die Grünen, die Bürgerlichen, die Wirtschaftsfreundlichen und die Konservativen sich auf ein gemeinsames Ziel einigen könnten, wäre für alle viel gewonnen. Ein Miteinander, statt gegeneinander, wäre eine Win-Win-Situation für alle.

Ich wünsche Ihnen weiterhin Achtsamkeit, Zuversicht und Weisheit. Besonders aber Gesundheit und Wohlergehen.